Projekt Anna

Annas Ziel 2003 – die lange geplante Woche Urlaub in Holland – war eine Herausforderung für die ganze Familie. Traurige und schöne Erinnerungen, die
wir nie vergessen werden. Es war ein Risiko, aber Vertrauen und Zeit mit der Familie war für uns alle sehr wichtig. Diese Woche zusammen bleibt unvergessen

Aus dieser Erfahrung entwickelte sich das „Projekt Anna“. Dieses ermöglicht Familien in Extremsituationen, zusammen mit LandalGreen Parks eine gemeinsame Auszeit für eine Woche zu erleben. Die Notwendigkeit dieser unbürokratischen „Auszeit“ der in der Villa Kunterbunt betreuten Familien wird ausschließlich durch die behandelnden Ärzte bzw. Therapeuten festgelegt.

Onkologisch psychologische Stellen

Onkologisch-psychologische Stellen in der Villa Kunterbunt und Kinderkrebsstation in Trier unterstützt Annas Verein e.V. seit Oktober 2005 mit 1.300,00 €, seit Januar 2009 mit über 1.500,00 € monatlich. „Erkrankt ein Kind oder ein Jugendlicher an Krebs, ist das für die gesamte Familie ein Schock. Die Anforderungen der oft langwierigen Behandlungen und die damit verbundenen vielfältigen Probleme, Sorgen und Ängste bringen Kinder, Eltern und Geschwisterkinder häufi g an die Grenzen der Belastbarkeit.

Im Rahmen der psychologischen Versorgung wird die Familie sowohl während ihres Aufenthaltes auf der Kinderkrebsstation als auch danach begleitet und beraten. Neben der altersgerechten Aufklärung der erkrankten Kinder und Jugendlichen über Erkrankung und Behandlung und der Vorbereitung auf schwierige oder schmerzhafte medizinische Maßnahmen, werden Kinder, Eltern und Geschwister in der Verarbeitung der vielen belastenden Erfahrungen unterstützt.“

Sonja Fischbach, Mitarbeiterin der Villa Kunterbunt

Projekt "Villa Abenteuer"

Annas Verein unterstützt das Projekt „Villa Abenteuer“ seit 2017 mit 3.000,00 €. „Einmal im Jahr führt die Villa Kunterbunt ein „Villa Abenteuer“ durch. Die fünf Tage werden begleitet durch Erlebnispädagogen und haben therapeutischen Charakter. Die Gruppenmitglieder erleben durch ihre schwere und chronische Erkrankung eine besondere Rolle in ihrem persönlichen Umfeld. Körperliche Einschränkungen setzen oft ungewollte Grenzen im Alltag, die nur schwer oder gar nicht überwunden werden. Durch häufi ge Zurückhaltung erleben die Jugendlichen oft eine physische Unterforderung.

Nicht oder nur ungenügend verarbeitete Erlebnisse, Diagnosegespräche, schmerzhafte Untersuchungen ,Operationen oder die soziale Isolation während langer stationärer Aufenthalte weit entfernt von zuhause können im Alltag von Eltern und Freunden nicht aufgefangen und verarbeitet werden. Im Kreis von Gleichgesinnten, die ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen teilen, fällt es den jungen Menschen leichter, Grenzerfahrungen zu machen. Die Aussage einer Teilnehmerin spricht für sich: „In meiner Klasse bin ich jemand Besonderes. Hier in der Villa Kunterbunt bin ich wie die anderen …“ Persönliche Stärken des Einzelnen werden erkannt und gefördert.“

Tiergestützte Intervention

Ein Hund für Papillon: Im Jahr 2020 ist für Papillon ein neues großes Projekt zum Thema tiergestützte Intervention in Planung, welches zukünftig neue Möglichkeiten in der Beratungsarbeit mit Kindern bieten wird. Angedacht ist die Arbeit mit einem Therapiebegleithund, der die Funktion eines Trösters und Vertrauten für die Kinder übernehmen kann. Außerdem kann ein Hund als sogenannter Eisbrecher in der Beratungssituation fungieren und den Kindern den Einstieg in die Thematik erleichtern. Die Spontanität eines Tieres sorgt zudem für unbeschwerte und aufmunternde Momente in unserer Beratungsstelle.

Bevor dies jedoch so weit ist, sind noch einige Rahmenbedingungen zu organisieren. Um tiergestützt arbeiten zu können, absolviert unsere Mitarbeiterin Calita Mona gerade eine Ausbildung zur Fachkraft für tiergestützte Intervention. Ihr Therapiebegleithund, ein junger Labrador, wird zur Zeit ebenfalls ausgebildet.

Pferde-Erlebnistage: Auch fördern Pferde-Erlebnistage das Wiedereinüben von Vertrauen und das emotionale Wohlbefinden. Sie steigern die Konzentrations-, Lern- und Leistungsfähigkeit der Kinder, fördern die soziale und kommunikative Kompetenz und erhöhen die soziale Integration.

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